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Ganze Sätze

Subjekt, Objekt, Prädikat? – Vollständige Sätze.

Mundart

„Morgen!“

„Morgen. Gut geschlafen?“ „Ja.“

„Kaffee?“ „Gern.“

„Fertig?“ „Ja.“

„Danke.“ „Bitte.“

So oder so ähnlich sieht Konversation in einem Hotel zur Frühstückszeit aus. Kurz angebunden, könnte man meinen. Wenn ich den „Dialog“ so lese, muss ich unweigerlich an Hundebefehle denken: Kurz und leicht verständlich dahingebellt.

Und ich frage mich unweigerlich: Wo sind unsere vollständigen Sätze geblieben? Unsere Sätze sind eigentlich so schön. Probieren Sie das einmal aus, wie Menschen irritiert aufblicken, wenn Sie plötzlich: „Ich danke Ihnen.“ sagen anstatt: „Danke.“ Oder „Bitte, das habe ich gerne gemacht.“ Oder „Darf ich Ihnen eine Tasse Kaffee anbieten?“ statt „Kaffee?“

WhatsApp-SMS-Tweet-Länge reduzierte Sprache

Das ist schwierig in unserer auf WhatsApp-SMS-Tweet-Länge reduzierten Sprache. Man könnte meinen, wir sind ein Volk der Maulfaulen. Interessanterweise werden vollständig gesprochene Sätze heute beinahe als gekünstelt, unnatürlich und aus der Zeit betrachtet, wenn ich mich so umhöre. Schade, denn ich liebe Sprache! In Büchern ebenso, wie in Filmen oder eben auch im schlichten Gespräch.

Achten Sie einmal darauf, wie häufig wir in kurz angebundenen Substantiven sprechen, statt einen ganzen Satz zu formulieren. Liegt das an unserer chronischen Zeitarmut? Oder ist es nur die ganz normale Veränderung der Sprache im Laufe der Zeit?

Wörter

„Machst’n?“

„Schreiben.“

„Was?“

„Blog.“

„Thema?“

„Ganze Sätze“

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