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Tagebuch 6.7.2012

Die zweite Nacht hintereinander, in der ich nicht geschlafen habe. Dem Hund ging es nicht gut. Hat die ganze letzte Nacht gekotzt und war ganz aus dem Häuschen. Das arme Tier. Meine arme Verfassung.

Der Hund im Herbst des Lebens

Der Hund im Herbst des Lebens

Die Luft ist schwülwarm und drückend. Ich kann mich nicht auf die Arbeit konzentrieren. Nach der ersten miesen Nacht habe ich mir den Donnerstag, einfach mal so,  ab mittag frei genommen. Es lebe die Selbständigkeit. Aber das geht natürlich nicht jeden Tag.

Der Himmel ist babyblau mit wattebauschigen weißen Verwischungen. Hier und da kreisen winzige schwarze Vögel vor dem Firmament. Und ich sehe beinahe mehr Radfahrer, als Autofahrer. Aber das alles kann nicht über den einen Fakt hinwegtäuschen, der mir  so zu schaffen macht:

ICH HASSE DEN SOMMER!

Meine Jahreszeiten heißen Frühling und Herbst. Und ich tröste mich jetzt, bei der Wärme immer mit Kopfkino über kühlen Nebel, der von Feldern aufsteigt, während sich in das gelbe Laub hier und da ein rotes Ahornblatt verirrt. Der Himmel ist im goldenen Herbst immer etwas blauer, als das Bleu des Sommers. Er verliert sein kindisches Getue. Ich mag den Geruch von Feuchtigkeit und die Frische am Morgen. Sich in eine Strickjacke kuscheln.

Ich finde Tee, Kerzen und Buch harmonieren besser, als Badewiese, Kaltgetränk und Buch.

Georgengarten Hannover

Georgengarten Hannover

Und dann dieser Zwang rausgehen zu müssen. „Das Wetter ist doch gerade so schön! Das muss man doch ausnutzen. Lass uns etwas unternehmen!“ Ich habe ein ganz tolles Zuhause und ich bin sehr gerne hier. Vor allem bin ich gerne Indoor. Ganz besonders, wenn draußen 30 Grad sind, möchte ich mich lieber verkriechen.

Ich komme erst im Herbst wieder aus dem Schneckenhaus. Ende September, wenn die Luft sich abgekühlt und die Sonnenanbeter sich ausgetobt haben. Dann fahre ich ans Meer und beginne wieder zu atmen.  (Und der Hund auch)

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