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Norderney

Unseren diesjährigen Post-Osterurlaub verbrachten wir auf der schönen Nordseeinsel Norderney. Das allerdings auf Umwegen (wie man es von uns ja nicht anders erwarten konnte). Wir hatten uns eine kuschelige Ferienwohnung im beschaulichen Fischerhude (nahe Bremen) gebucht. Mit Kamin und Garten. Urlaubsziel sollte sein: Maximale Erholung ohne jede Ablenkung. Nur im Garten sitzen, lesen, schreiben, essen, was man halt so macht. Am Ende der Urlaubswoche wollten wir dann nach Norderney zum Saison-Opening mit Blank and Jones in der Milchbar. Es kam dann doch ein wenig anders.

Sonnenuntergang

Sonnenuntergang

Fischerhude

Die Ferienwohnung, die wir für eine Woche beziehen wollten, hinkte leider der Online-Beschreibung um einiges hinterher. Sie lag zwar malerisch im Grünen und hatte auch einen sehr schönen (sehr kleinen) Garten, aber das Innenleben der Wohnung war für mich leider inakzeptabel. Abgesehen von der winzigen Tatsache, dass wir kein Warmwasser hatten und das Badezimmer bei mir Klaustrophobie auslöste, war die Wohnung einfach, tja, wie soll ich es sagen, saudreckig! Egal, was man anfasste, Geschirr, Tisch, Türgriffe, alles klebte und ich habe da eigentlich keine sehr niedrige Toleranzschwelle. Bereits am Tag nach unserer Ankunft, den wir ausschließlich im Freien verbrachten und auswärts aßen (aus Gründen), beratschlagten wir, was zu tun sei. Nun bin ich kein Typ der a) ausgegebenem Geld hinterher weint oder b) den Urlaub absitzt, alles dokumentarisch fotografiert, um dann im Nachhinein Ersatz zu verlangen. Es geht hier um meine schöne Zeit, in der es mir gut gehen soll. Wir entschlossen uns zu dem Motto aus dem Buch von Meike Winnemuth (Das große Los): „Love it, change it or leave it!“ Also griff der Gatte kurz entschlossen zum Telefon und rief auf Norderney an. Unser, für das Wochenende, gebuchte Hotel sagte uns zu, dass wir bereits am nächsten Tag anreisen könnten. Wir warfen beschwingt unser Hab und Gut ins Auto, gaben uns Fünf und brausten wie Teenager gackernd in Richtung Nordsee.

Sanddünen

Sanddünen

Fähre

Schon auf der Fähre spürte ich die Verwandlung. Frischer Wind, Sonne und Nebelbänke im Wechsel und dann die Menschen. Sie standen still und genießend an der Reling, den Blick auf das Wasser oder den Himmel geheftet und waren irgendwie zufrieden. Paare kuschelten sich eng aneinander und du fühlst es sofort: jeder freut sich auf Norderney!

Inselloft

Inselloft

Hotel Inselloft

Unser Hotel, das Inselloft, war ein krasser Kontrast zu der Ferienwohnung in Fischerhude. Wir hatten plötzlich alles, was wir uns wünschten. Ein komfortables Zimmer, modern und hell eingerichtet. Ein Bad mit Warmwasser (!) und Fußbodenheizung. Die softeste Bettwäsche, in die ich mich je kuscheln durfte und herrlich weiche Bademäntel.

Das Konzept des Hotels hält für jeden Gast alle Optionen parat, so als wüssten sie unsere Wünsche, bevor wir sie überhaupt haben. Z.B. gibt es für jeden Geschmack eine eigene Frühstücksoption. Man hat auf dem Zimmer einen großen Kühlschrank, Geschirr und Kaffee- und Tee-Zubereitungsmöglichkeiten um gemütlich zu jeder Tageszeit zu frühstücken. Man kann auch in die direkt unten im Haus liegende Bäckerei gehen und dort ein kleines Frühstück mit fantastischem Kaffee bekommen. Wer es lieber wie im richtigen Hotel mit Buffetfrühstück mag, kein Problem, es gibt neben der Bäckerei einen Raum, in dem die Hotelgäste an einem normalen Hotelfrühstück teilnehmen können.

Veranda

Veranda

Der Parterrebereich des Hotels besteht aus einer überdachten Ladenzeile mit Veranda, die kreativ und sehr einladend gestaltet ist. So gibt es neben der Bäckerei und dem Frühstücksbereich noch ein Wohnzimmer für Hotelgäste, mit Kamin, diversen Sofas und einer kleinen Getränkebar zum relaxen bei Schietwetter. Es gibt einen schönen Interieurladen und einen Wein & Deli. Eine Art Delikatessengeschäft, in dem man ab 12 Uhr mittags bis abends Wein und leckere herzhafte Kleinigkeiten zu essen bekommt, die man auch mitnehmen kann. Im letzten Ladengeschäft befindet sich ein Spabereich mit einem umfangreichen Wellness- und Massageangebot.

Wohnzimmer

Wohnzimmer

Natur und Getummel

Norderney besticht vor allem durch sein Abwechslungsreichtum. Wir wohnen nun zum zweiten Mal an der nordwestlichen Spitze, an der die bekannte Milchbar eine entspannte Einkehrmöglichkeit bietet um die schönsten Sonnenuntergänge (ever EVER) zu betrachten.

Sonnenuntergang

Sonnenuntergang

Wenige Schritte vom Strand entfernt, durch zwei Straßen flaniert, ist man direkt in der quirligen City, in der man toll shoppen kann. Es gibt einen (sehr geleckten) Kurpark und ein wundervolles Conversationshaus mit großartiger Bibliothek (gerne hätte ich dort auf einem der Flügel klaviertechnisch herumgestümpert. Hab mich aber nicht getraut).

Für mich unvergleichlich ist die Natur. Nicht enden wollende Strandspaziergänge, eine beeindruckende Dünenlandschaft, Salzwiesen, Wattenmeer und wenn man sich mal vornimmt bis ans Inselende zu wandern wird man mit spektakulären Ansichten auf Strand, Meer und Dünen belohnt, die einen nicht mehr loslassen. Der Kopf leert sich, alles fließt.

Strandweg

Strandweg

Auch für den Abend gibt es bunte und vielfältigste Möglichkeiten von Kino, über Konzerte bis hin zum Sterne-Restaurant und Cocktailbars ist alles da. Selbst bei schlechtestem Wetter gibt es überall traumhafte Möglichkeiten sich irgendwo hinzusetzen, Ostfriesentee zu bestellen und einfach aufs Meer zu schauen. Die Tage fliegen so vorbei. Es war ein großartiger Urlaub auf Norderney (oh das reimt sich. Und alles was sich reimt, ist gut!). Wir werden sicher bald wiederkommen.

Dünenweg

Dünenweg

 

 

 

 

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2 Kommentare zu “Norderney

  1. hach ich bin auch immer wieder gerne auf Norderney. Das witzige, wir sind immer im Rodehuus / Haus am Meer. Also genau nebenan 😀

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