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The Grand Ahrenshoop

Über ländliche Gefilde Mecklenburg-Vorpommerns angereist, spürt man schnell die Weite des Darßes und die Unendlichkeit von Himmel und Meer.

Erster Eindruck
Das Hotel The Grand Ahrenshoop macht einen sehr modernen Eindruck.

The Grand Ahrenshoop

The Grand Ahrenshoop

Die Halbrundfassade aus bodentiefen Fenstern beeindruckt. Die Hotelbauten rechts und links davon erinnern entfernt an ein Kreuzfahrtschiff, von dem aus man in die Ferne schauen möchte. Dennoch ist der Eingangsbereich sehr kühl gestaltet und fühlte sich erstmal nicht so herzlich an.

Eine lange Treppe führt zum Empfangsbereich, der durch seine Weitläufigkeit

Treppe

Treppe

besticht. Sofort werden wir von einem Angestellten in Empfang genommen und der Check-In dauert gefühlt nur Sekunden. Für alles ist sofort eine Lösung parat (so schafft man uns im Anfangsbereich der Tiefgarage einen Parkplatz für unseren Transporter, für den die Höhe der Tiefgarage normalerweise nicht ausgereicht hätte). Im Nu ist auch das Gepäck auf dem Zimmer und schon sind wir allein. Der Urlaub kann beginnen.

Allgemein
Das Hotel ist in einem Topzustand. Ansprechende Flure, weitläufiger Lobbybereich mit Panoramabistro und Loungeecke vor bodentiefen Fenstern mit Blick aufs Meer.

Loungesitzgruppe

Loungesitzgruppe

Unser Lieblingsplatz war mit Buch in der Loungesitzgruppe, wobei die Inbetriebnahme des Kamins unser Glück vervollständigt hätte. Auch die Bar im Panoramabistro blieb während unseres Aufenthalts geschlossen. Unverständlich, da für uns der schönste Bereich im Hotel. Das ganze Hotel macht einen sehr sauberen und gepflegten Eindruck.

Piano

Piano

Da wir keine Kinder haben, aber stets mit großem Hund reisen, schreibe ich statt zur Familienfreundlichkeit etwas zur Hundefreundlichkeit.
Auf dem Zimmer lag für Gerda nicht nur eine Schmusedecke vom Hotel parat, sondern es war auch eine Trink- und Fressschale inkl. Leckerlies bereitgestellt. Das fanden Hund und Menschen toll.
Etwas eigenartig mutete allerdings der Hinweiszettel »Hunde-Etikette« an. Er enthielt Stichpunkte wie: Hund im Hotel an die Leine, nicht in den Spabereich etc., was eigentlich klar ist. So etwas habe ich bisher in keinem Hotel vorgelegt bekommen. Fakt ist aber, dass alle Angestellten des Hauses äußerst freundlich und liebevoll auf unsere Gerda reagiert haben. Das war schön und ist nicht selbstverständlich.

Gerda ist zufrieden

Gerda ist zufrieden

Service
Generell lässt sich festhalten, dass in diesem Hotel alle Angestellte (außer evtl. die Zimmereinigung – dazu später mehr) sehr kompetent, hilfsbereit und freundlich waren. Vor allem bekamen wir eine Freundlichkeit zu spüren, die nicht aufgesetzt wirkte und einen Wohlfühlcharakter hatte. Egal, ob Rezeption, Restaurant, Bar oder Spa. Durch die Mitarbeiter entsteht im Hotel ein sehr angenehmes Klima.

Auf unsere Fragen und Wünsche wurde kompetent und schnell reagiert. Viele Wünsche gab es allerdings auch nicht zu erfüllen.

Gastronomie
Das Frühstück war jeden Tag ein Quell der Freude. Vor allem durch die Dauer. Frühstück gab es bis 11 Uhr. Auch um 11 Uhr wurde nicht stressmäßig abgebaut, sondern bis zum letzten Gast waren alle Frühstücksutensilien verfügbar. Der Service war toll. Eindecken, Getränkeabfrage und Abräumen liefen ohne, dass man sich einmal suchend umblicken musste. Ruhig und entspannt. Beim Frühstück lief schöne, chillige Musik, es gab Zeitungen und einen gigantischen Blick aufs Meer.

Panoramabistro

Panoramabistro

Das Restaurant am Abend besuchten wir nur einmal. Die Preise sind sehr hoch, dafür ist aber das, was man bekommt auch sehr hochwertig. Wir haben Menü gegessen. Es sei hervorzuheben, dass ich als Vegetarier hier (wie selten bei einer gehobenen Küche) richtig gut und kreativ gegessen habe. Das hat mich sehr gefreut. Auch die korrespondierenden Getränke waren exzellent. Unser Champagner als Aperitif war leider abgestanden. Auf unseren Hinweis gab es sofort, mit einer Entschuldigung, einen (sehr großzügig eingeschenkten) Ersatz. Zum Dessert kredenzte man uns zwei hervorragende Dessertweine aufs Haus und auch der vom Kellner empfohlene Digestif war ein Hochgenuss. Wir wurden also großartig betreut und hatten einen tollen Abend.

Zusätzlich genossen wir, nach einem Hinweis im hoteleigenen Faltblatt, eine traditionelle Teatime. Man muss diesen Wunsch einen Tag vorher anmelden, aber dann steht alles zur gewünschten Zeit parat. Diverse Teesorten, Samowar, eine große Etagere mit Sandwiches, den weltbesten Scones ever, clotted Cream and Jam. Sehr, sehr lecker!

Sport, Pool, Unterhaltung
Ahrenshoop im Februar. Das muss man mögen. Hier ist schlicht nichts los. Für uns genau das Richtige, genau die Jahreszeit, die wir uns gewünscht haben. Man kann hier unendlich lange Spaziergänge am Strand machen, die klare Luft einatmen und dann zu einem schönen Grog irgendwo einkehren. Was uns auffiel: Ahrenshoop macht sich etwas aus gutem Kuchen. Wir waren schon oft in Ostseebädern, wo man in Cafés für viel Geld schnöden Tiefkühlfertigkuchen bekam. Nicht so in Ahrenshoop. Egal, wo wir einkehrten (auch im The Grand Ahrenshoop), gab es leckeren, frischen Kuchen in großer Auswahl.

Am Strand

Am Strand

Der Spabereich ist herrlich zum Entspannen. Wir haben meist abends am Pool gelegen und gelesen. Die Gäste sind entspannt, der Poolbereich ist sehr sauber und es sind zu jeder Zeit Handtücher etc. zur Verfügung. Der Pool hat eine angenehme Schwimmgröße, es gibt eine extra Kinderschwimmzeit und der ganze Bereich ist sehr ansprechend gestaltet.
Das Fitnessstudio ist mit neuesten Geräten ausgestattet und es gibt auch im ruhigen Februar ein ausreichendes Sportkursangebot.

Zimmer
Wir hatten eine Suite gebucht und waren im ersten Moment etwas enttäuscht. Zunächst mal lag unser Zimmer in der 1. Etage, so dass man in erster Linie Blick auf die Straße und beim 2. Hinsehen erst aufs Meer hatte (das Hotel ist auf Werbebildern so geschickt fotografiert, dass man gar nicht wahrnimmt, dass es eine Straße zwischen Hotel und Strand gibt). Außerdem stellte ich mir unter einer Suite 2 Räume vor, wir hatten nur einen großen Raum.

Schlafbereich

Schlafbereich

Dennoch fühlten wir uns während des Aufenthaltes in unserem Zimmer sehr wohl. Der Raum war sehr hell, mit bodentiefen Fenstern, und zum Aufwachen direkt aufs offene Meer zu sehen ist Luxus pur. Unser Zimmer war von einem großzügigen Balkon umfasst und hatte ein ausreichend großes Bad mit Wanne und separater Dusche.

Wohnbereich

Wohnbereich

Einziges Manko war für uns die Dame von der Zimmerreinigung. Trotz dem wir immer wieder das Schild »bitte nicht stören« draußen hängen hatten und/oder, dass der Hund alleine auf dem Zimmer ist, klopfte die Dame und fragte, wann sie sauber machen könne. Wenn ich nicht gestört werden will, ist ein Klopfen und Fragen leider inakzeptabel. Andere Hotels hinterlassen z.B. eine Karte mit einem Text wie: Sie wollten nicht gestört werden, falls Sie etwas benötigen, melden Sie sich unter Nr xxx. Es machte den Eindruck, als dürfe die Zimmerdame erst dann Feierabend machen, wenn unser Zimmer sauber ist, was dann wohl eher Politik des Hauses ist.

Man muss dazu sagen, dass wenn sie das Zimmer sauber machte, auch leider etwas oberflächlich zu Werke ging. Die Wanne, trotz Haaren am Rand wurde nie geputzt, die Betten nicht ordentlich gemacht und der Seesand von einer Ecke in die nächste gekehrt. Uns hat das nicht gestört, ich sauge zu Hause auch nicht jeden Tag, aber ich will es hier nicht unerwähnt lassen, da die Zimmersauberkeit auch mit zum Service gehört.

Fazit
Wir hatten eine tolle Woche in einem großartigen Hotel. Wir haben uns super erholt und würden auf jeden Fall wiederkommen.

Weiterempfehlung
Ja. Definitiv

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