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Ein Tag – ein Thema

Ich schreibe diesen Artikel ohne ein Ziel zu haben. Ohne ein Konzept. Ohne eine Richtung. Ich schreibe um des Schreiben Willens. Ich habe keine Idee, nur ein Thema. Ich habe mir folgendes Thema vorgegeben:

Der 21. Januar

Einen neuen Tag mit Inhalt füllen

Einen neuen Tag mit Inhalt füllen

Es ist ein Tag, wahllos und augenscheinlich lieblos aus dem Kontext gerissen. Er ist mal an einem Montag und mal an einem Sonntag. Der 21. Januar bedeutet mir gar nichts. Was soll ich nun damit anfangen?

Tagebuch

Ich schreibe seit nun mehr vier Jahren Tagebuch. Täglich. In jedem dieser Bücher gibt es einen 21. Januar. Ich habe mir diesen Tag herausgesucht, aus all meinen Büchern, sozusagen als Recherche. Es ist fast erschütternd, wie nichtssagend dieser Tag in meinem Leben ist. Und genau das möchte ich an dieser Stelle hervorheben! Vier Jahre lang ist an diesem einen Tag nichts Besonderes passiert. Es ist kein Feiertag. Es ist kein Geburtstag. Es ist kein Brückentag. Dieser 21. Januar verlief die letzten vier Jahre geradlinig, unscheinbar und unaufgeregt. Und genau darin liegt seine Besonderheit. Den 21. Januar muss ich nicht fürchten. Ich muss ihm aber auch nicht freudig erregt entgegen sehen. Im Gegenteil. Dieser Tag am Jahresanfang bettet mich in eine Alltagsgeborgenheit, die Ruhe und Sicherheit vermittelt. Alles wird, alles IST gut!

Ich habe einen Tagesablauf. Einen alltäglichen Tagesablauf. Und auch, wenn mein Leben mit Reisen und nicht Alltäglichem berauschend ist, so ist doch dieser festzementierte Tagesablauf ein Sicherheitsgurt, den ich brauche.

Alltägliches

Ich bin privilegiert, dass ich nicht nach Weckervorgabe aufstehen muss. Ich entscheide selbst. Mein morgendliches Ritual besteht nie aus Frühstück, sondern aus einem großen Becher Kaffee und mindestens 30 Minuten lesen im Bett. Wenn ich abends das Licht ausschalte, freue ich mich auf genau diese kurze Zeit für mich im Aufwachmodus.

Im eigenen Leben der Autor sein

Einen neuen Tag mit Inhalt füllen

Im Anschluss daran bin ich fit und gehe fröhlich an mein Tagewerk. Ich komme gerne spät ins Büro und bleibe dafür abends länger. Ich kann mit einer Nachmittagsfreizeit nichts anfangen. Für mich ist es richtig, von der Arbeit direkt in die Abendstimmung zu fallen. Ein Cocktail zum Einstieg, in einer Bar? Ein gutes Essen zubereiten? Auf dem Sofa einen Film oder eine Serie schauen und sich ganz in der Kinoatmosphäre verlieren? Oder lieber in ein Restaurant mit Freunden, bei einer schönen Flasche Wein und intensiven Gesprächen?

Den Tag, das Leben schätzen

All diese Dinge hat der 21. Januar für mich schon bereitgehalten. Der Tagesablauf seit Jahren identisch. Keine Krankheit. Keine Katastrophen. Einfach nur ein ganz normaler Tag. Es ist ein guter Tag. Der 21. Januar. Er ist ein fester Bestandteil meines Lebens. Ein ganz wichtiger Teil, weil er DAS Leben ist. Nicht die besonderen Tage oder die schlimmen Tage. Dieser beinahe unsichtbare Tag, das bin ich. Das ist mein Leben. Ein Wunsch frei? Noch viele solche in sich ruhenden 21. Januartage erleben zu dürfen.

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